Unsere Kirche

 

Alles was man über die Kreuzkirche Pinneberg wissen sollte

Die Kreuzkirche ist eine kleine Kirche im Herzen des Pinneberger Stadtteils
Waldenau-Datum. Sie ist mit ihren hölzernen Sitzbänken und dem erhöhten
Altarraum ein einladender, freundlicher Raum und bietet 80
Gottesdienstbesuchern Platz. Durch die Einbeziehung des hinteren
Gemeinderaums lässt sie sich auf 200 Plätze erweitern. Die dachtragende
hölzerne Konstruktion schafft in der Kirche die besondere, warme
Atmosphäre. Das Licht fällt durch gelb-grün verputzte Sprossenfenster in
einen weißen Raum und tritt somit in einen Kontrast zu den dunkel
gehaltenen Holzsparren. Die schlicht gehaltene Kanzel fügt sich harmonisch
in das Gesamtbild ein. Auf der gegenüberliegenden Seite steht ein
Gebetsbaum, bei dem die Gemeindeglieder für ihre Gebetsanliegen eine
Kerze anzünden können.

Entstehung der Kreuzkirche

In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg fanden die Gottesdienste in Waldenau-Datum überwiegend in Privat- und Schulräumen statt und wurden von wechselnden Pastoren gehalten, bis im November 1949 Pastor Heinz Schimmelpfennig die Pfarrstelle übernahm. Unter seiner Leitung entstand der Plan, in Waldenau eine Kirche zu bauen. Schon 1940 war ein Grundstück an der Schenefelder Landstraße erworben worden, auf dem am 15. Juni
1952 dann die feierliche Grundsteinlegung durch Landesbischof D.Wilhelm Halfmann erfolgte. Planung und Durchführung erfolgten durch den Architekten Klaus Groth. Am 2. November 1952 fand die Einweihung des neuen Kirchsaals mit 150 Plätzen statt. Die Kreuzigungsgruppe im Altarraum und das Kreuz an der Stirnseite der Kirche gaben in Verbindung mit einem aus dem 1. Korintherbrief stammenden Bibelwort vom Kreuz, das eine
Gotteskraft sei, der Kreuzkirche ihren Namen. Nach der Neuordnung der Grenzen für den Pinneberger Pfarrbezirk wurde sie am 1. April 1958 eine selbständige Gemeinde. Im gleichen Jahr erfolgte die Renovierung und Vergrößerung der Kirche. Gut zwanzig Jahre später erfolgten die Planungen zu einem neuen Gemeindehaus, dessen Einweihung am 28.10.1979 gefeiert
wurde.


Quelle: Datum Waldenau in Vergangenheit und Gegenwart, Eine Chronik vom Ortsteil Pinneberg Waldenau, Herausgeber: Waldenau-Datumer Heimatsverein e.V, Dezember 1985

Der Altar

Im Altarraum befindet sich die von dem Bildhauer Otto Flath erschaffene hölzerne Kreuzigungsgruppe. Im Zentrum wird der gekreuzigte Christus dargestellt. Zu seiner rechten Seite stehen drei Personen in langen Gewändern, die traurig zu Boden blicken und vielleicht seine Jünger darstellen. Eine Frau kniet zu seinen Füßen, die andere Frau blickt zu Jesus auf und legt ihre Hand in seine Wunde. Links neben dem Gekreuzigten ist eine weitere Frau dargestellt zusammen mit drei weiteren männliche Personen, von denen sich eine von Jesus abwendet. Vermutlich handelt es sich dabei um den Jünger Petrus, der Jesus verleugnet hatte. Bei den drei weiblichen Figuren könnte es sich vielleicht um die drei Frauen handeln, die Ostern das leere Grab von Jesus vorgefunden haben. Auch an Jesu Mutter Maria und den Jünger Johannes erinnert die Darstellung. 

Das Taufbecken

Vor der Kanzel steht das Taufbecken, das ebenfalls von Otto Flath angefertigt wurde. Bei diesem Kunstwerk lässt er die Symbolfiguren der vier Evangelisten im Kreis stehen und einen Sockel tragen. Die vier Wesen, die seit dem 4. Jahrhundert Matthäus, Markus, Lukas und Johannes symbolisieren, sind der
Mensch, der Löwe, der Stier und der Adler. Der Sockel hat oberhalb der Figuren eine ganz umlaufende Inschrift:
Wie viel euer getauft sind, die haben
Christum angezogen (nach Galater
3,27).

In den Sockel ist eine Mulde eingearbeitet, die in der die Taufschale aus Messing liegt.

Die Orgel

Im April 1954 wurde in die Nische über dem Altar die erste Orgel mit acht Registern eingebaut. Dieser Aufstellungsort erwies sich aber durch die Nutzung einer Gasheizung in der Kirche als ungeeignet, sodass die Orgel schon im Frühjahr 1958 nicht mehr bespielt werden konnte. Im November 1958 wurde die Orgel auf die neu entstandene Empore umgesetzt und erweitert. In den nächsten Jahren traten aber immer wieder Mängel auf, sodass es 1985 zu
dem Beschluss des Kirchenvorstandes kam, die Orgel komplett zu erneuern. Der ausführende Orgelbaumeister Christian Lobback schrieb dazu: "Die neue Orgel der Waldenauer Kreuzkirche ist eine mechanische Orgel mit zwei Manualen, Pedal und 15 Registern. Fünf Pfeifenreihen wurden aus der alten übernommen. In der Schauseite der Orgel sind die Pfeifen des Registers Prinzipal 8` sichtbar angeordnet. Das Gehäuse der Orgel ist aus massivem
Eichenholz angefertigt. Um eine gute Spielart zu erreichen, wurden die Tastaturen in Holzbauweise hart gelagert. Aus räumlichen, aber auch aus Gründen der Klangfunktion sind sämtliche Register auf einer dreifach durchschobenen Schleifenwindlade angeordnet".
Am 3. Februar 1985 wurde die Orgel in einem Gottesdienst mit Propst Dr. Sigo Lehming feierlich eingeweiht.


Quelle: Gemeindebrief der Kreuzkirche, Die Orgel der Kreuzkirche 1985

Die Glocken

Glocken sind wie Orgel und Gemeindegesang ein Mittel zur Verehrung Gottes.
Im freistehenden Glockenturm neben der Kirche sind zwei Bronzeglocken der
Gießerei Rincker/Sinn aus dem Jahre 1953 in einem Glockenträger installiert.
In dem Turmspitzenteil sind elektrische Läutemaschinen untergebracht. Diese
lassen die Glocken mit 62 bis 68 Anschlägen pro Minute läuten. Die
Glockenstube ist mit Jalousien aus Holz versehen, die zur klanglichen
Entfaltung der Glocken beitragen. Die große Glocke hat als Schlagton h`, ein
Gewicht von 287kg und einen Durchmesser von 803 mm. Der Schlagton der
kleinen Glocke ist cis``, das Gewicht beträgt 196 kg und der Durchmesser 714
mm. Die große Glocke trägt die Inschrift "Ich lebe und ihr sollt auch leben"
und die kleinere , "Komm, Heiliger Geist, Herre Gott".